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ORTHOKERATOLOGIE


Orthokeratologie

Orthokeratologie ist der Fachausdruck für die vorübergehende Eliminierung oder Reduzierung einer Kurzsichtigkeit durch das Tragen einer formstabilen Linse mit speziellem Design.

Ortho-K ist ein nicht-operativer Vorgang, der die Form des Auges mit Hilfe von Kontaktlinsen modelliert. Durch spezielle individuell für jedes Auge gefertigte Kontaktlinsen verflacht sich die Vorderfläche des Auges gezielt.

 
 
 
 

Wenn der Grad der Abflachung sorgfältig gewählt wird, kann die Kurzsichtigkeit und eine schwache Hornhautverkrümmung vollständig ausgeglichen werden, so dass keine Sehhilfe mehr getragen werden muss.

Über Nacht werden die formgebenden Linsen getragen. Tagsüber ist das Sehen ohne Hilfe möglich.

Da der Vorgang reversibel ist, werden die Ortho-K-Linsen nach einem abgestimmten Trageplan - meist jede Nacht - getragen. So bleibt die gewünschte Hornhautform erhalten.

Orthokeratologie kommt bisher nur für Kurzsichtige in Frage, die allerdings nicht mehr als 4,5 Dioptrien Fehlsichtigkeit und 1,5 Dioptrien Hornhautverkrümmung haben sollten.

Gerade für Menschen, die keine Lust haben, tagsüber eine Brille oder Kontaktlinsen zu tragen, aber auch vor einem Lasereingriff zurückschrecken, ist dies eine interessante Alternative.

Es können Ortho-K-Linsen angepasst werden bei:
  • schwacher bis mittlerer Kurzsichtigkeit

Ortho-K ist nicht geeignet bei:

  • Weitsichtigkeit
  • krankhaft trockenen Augen
  • Augeninfektionen
  • krankhaften Veränderungen der Augenform
  • systemischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Rheuma ...

Die Korrektur der Kurzsichtigkeit wird nur durch das regelmäßige Tragen der Linsen aufrechterhalten, ansonsten formt sich die Hornhaut wieder in den ursprünglichen Zustand zurück.  

Ortho-K-Linsen werden mit mordernster Fertigungstechnologie individuell aus einem hochgasdurchlässigen Material gefertigt, um auch während des Schlafs die Hornhaut des
Auges optimal mit Sauerstoff zu versorgen. Diese Materialien sind jedoch einem höheren Verschleiß unterworfen.

Damit die Eigenschaften der Linsen optimal bleiben, muss die Pflege gewissenhaft und gemäss den Empfehlungen des Anpassers erfolgen.

Die Linsen sind optisch so korrigierend, dass auch mit aufgesetzten Linsen eine optimale Sehleistung erreicht werden kann.

Der Vorteil der Orthokeratologie:

Es ist alles 100% reversibel. Wer also mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, hört einfach auf, die Ortho-K-Linsen zu tragen. Nach einigen Tagen ist die Hornhaut in ihrem
"alten" Zustand und man kann seine Sehschwäche wie früher mit Brille oder Tages-Linsen korrigieren.

Nachteile:
Wie auch bei Laser-OP's bekannt können bei weiten Pupillen im Dunkeln Sehverschlechterungen und Halosehen auftreten.
Orthokeratologie ist nur bei bestimmten Fehlsichtigkeiten sinnvoll einsetzbar.

Die Kontaktlinsen müssen nachts immer wieder getragen werden, da die Wirkung ansonsten in den ursprünglichen Zustand zurückkehrt.

Beratung und Anpassung

Zur fachgerechten Anpassung sind spezielle dreidimensionale Meßgeräte zur vollständigen Erfassung der Hornhaut des
Auges erforderlich.

Des weiteren sind spezielle Ausbildung und Erfahrung seitens des Anpassers notwendig.

Optik Faber KG in St.Vith sowie Optinord SA in Troisvierges verfügt über die erforderlichen Geräte und Spezialisten.
Vorab halten wir jedoch eine umfassende Beratung für unabdingbar, welche wir Ihnen nach Terminvereinbarung unter 0032/(0)80 228015 oder 00352/998168 gern anbieten.

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